Bericht über den Treffpunkt Rif: Gemeindeentwicklung Salzburg, Mai 2016

Stadtteil des Monats: Hallein Rif-Taxach

Rif-Taxach wächst kontinuierlich: Nahezu 4.000 Menschen leben heute in diesem Halleiner Stadtteil, doch die notwendige Infrastruktur konnte kaum mit dieser raschen Entwicklung Schritt halten. Das „dörfliche“ Leben und das Miteinander, die nachbarschaftliche, heimatliche Bindung fanden nur wenig Raum. Aus den unterschiedlichen Initiativen wie der Rifer Kunstmeile, dem bereits traditionellen Rifer Advent, Veranstaltungen der Pfarrgemeinde bis hin zu Theaterinszenierungen der „Archetypen“ im Stadel eines Bauernhofes ist aber Identifikation mit dem Lebensraum Rif gewachsen.

Seit 2009 ist der überparteiliche Verein „Treffpunkt Rif“, unterstützt von der Gemeindeentwicklung Salzburg, bestrebt, durch Förderung und Unterstützung bestehender Initiativen, durch neue nachhaltige Impulse und Vernetzung der Rifer Bevölkerung Brücken zu schlagen und so zu (noch) mehr gemeinsam geschaffener Lebensqualität beizutragen. Dazu Angela Bayer, die Obfrau des Vereins „Treffpunkt Rif“: „Wir versuchen seit nunmehr 8 Jahren, gemeinsam mit der Rifer Bevölkerung geeignete (Frei-)Räume zu schaffen und die nötige Unterstützung zu organisieren, damit eine generationenübergreifende Gemeinschaft entstehen kann“.

So gab es beispielsweise in den vergangenen Jahren zwei- bis viermal jährlich beim Kulturfrühstück die Möglichkeit, sich an verschiedenen Orten in ungezwungenen Rahmen über Wünsche, Zukunftsperspektiven, Anregungen und Ideen für den Stadtteil zu unterhalten. Und beim Erzählcafé konnten Riferinnen und Rifer über ihre persönlichen Erinnerungen an frühere Zeiten erzählen.

Derzeit helfen verschiedene Aktivitäten, die angeführten Ziele zu erreichen, wir bieten an dieser Stelle eine kleine Auswahl.

Visionencafé

Rund 100 Bewohnerinnen und Bewohnter trafen sich zu einer gemeinsamen Visionenwerkstatt: Wünsche, Lebensanliegen und Träume wurden auf Papier gebracht.

Gemeinsam statt einsam

Seit mehreren Jahren bemühen sich die Vereinsmitglieder von „Treffpunkt-Rif“ um ein vielseitiges Programm zur Förderung der nachbarschaftlichen Gemeinschaft.

Jung und Alt – Zippel Zappelgemeindeentw-kasperlzippelzappel

Mit wechselnden Partnern hat Barbara Vidmar, Puppenspielerin und Puppenbauerin, den Rifer Kasperl wieder zum Leben erweckt.

Rif-Taxach: Geschichte eines Stadtteils

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Das Interesse an der Geschichte des Stadtteiles und an persönlichen Erinnerungen an früher ist groß.

Schon bei den ersten Veranstaltungen, die der Verein „Treffpunkt Rif“ zum Thema „Geschichte unseres Ortes“ organisiert hat, ist das große Interesse der Bevölkerung an der Geschichte des Stadtteiles und an den persönlichen Erlebnissen der Protagonisten deutlich geworden. Einer der Zeitzeugen, der die Rifer Bevölkerung für die Entwicklungen des Stadtteils begeistern konnte, ist Franz Schober sen. In seinen Erinnerungen, die er auch zu Papier gebracht hat, lässt er das Rif der Gründerzeit wieder auferstehen, untermauert mit Originaldokumenten, Fotografien und Beschreibungen seines subjektiven Erlebens. Um dieses Kernstück herum ist ein Buch mit mehreren Beiträgen, wissenschaftlichen und subjektiven, entstanden, die unterschiedliche Schlaglichter auf die Geschichte von Rif-Taxach werfen.

„Derzeit werden Workshops in verschiedenen Bereichen – Brot backen, Kräuterwanderung – angeboten“ informiert Angela Bayer, „und nächste Woche starten wir mit einem Schnupperabend für eine Schreibwerkstatt“. Im Herbst 2016 soll das 2. Tanzfest über die Bühne gehen – die Vorbereitungen laufen.


Im Bild oben Mitglieder des Vorstandes von Treffpunkt Rif (v.li.) Eveline Wieser, Bernhard Einödter, Monika Pronebner, Herbert Bayer, Verena Sommerhuber-Pfeiffer und Angela Bayer.
Weitere Vorstandsmitglieder sind Pia Pronebner, Arthur Domig und Eric Schober.